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Der Perfectrix-Blog

In unserem Blog finden Sie jeweils aktuelle Informationen zu den Themenbereichen Deutsche Sprache & Kultur, Studium & Wissenschaft, Jobsuche & Bewerbung und Beruf & Karriere. Viele dieser Beiträge sind aus Anfragen von Kunden entstanden (z. B. nach der Themenfindung für eine Bachelorarbeit etc.). Unser Anliegen ist es, Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen zu informieren und über unsere Lektorats- und Korrektoratsarbeit auf dem Laufenden zu halten.

Alle Beiträge finden Sie unten stehend chronologisch aufgeführt und zusätzlich thematisch in die vier Kategorien Deutsche Sprache & Kultur, Studium & Wissenschaft, Jobsuche & Bewerbung und Beruf & Karriere eingeordnet.

Viel Spaß beim Lesen!

Gastbeiträge zu diesen Themen sind herzlich willkommen! Bitte kontaktieren Sie uns (info@perfectrix.de), wenn Sie gerne einen Beitrag schreiben möchten.

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Deutsche Sprache & Kultur

Studium & Wissenschaft

Jobsuche & Bewerbung

Beruf & Karriere


 

Die Dissertation veröffentlichen (30.11.2015)

Nach der Disputation ist vor der Publikation

In Deutschland sehen Prüfungsordnungen die Veröffentlichung einer Dissertation vor, bevor der Doktorandin oder dem Doktoranden das Promotionszeugnis ausgehändigt wird bzw. je nach Prüfungsordnung erhält man dieses, sobald man den Vertrag mit dem Verlag und das voraussichtliche Erscheinungsdatum der Dissertation vorlegt. Ist die Disputation endlich geschafft und man kann erleichtert aufatmen, so steht man spätestens nun vor der Entscheidung, in welcher Form und wo man veröffentlichen will. Google listet eine Unzahl von Links zum Thema „Dissertation veröffentlichen“ auf und die Beschäftigung mit Publikationsart und –anbietern erweist sich oftmals als ein undurchdringlicher Dschungel.

Prüfungsordnung beachten

Zunächst lohnt sich ein Blick in die Prüfungsordnung, die angibt, welche Art von Veröffentlichungen vom Prüfungsamt anerkannt werden und beispielsweise auch, wie viele Exemplare der gedruckten Dissertation den Betreuern, der Institutsbibliothek, der Unibibliothek und dem Prüfungsamt vorgelegt werden müssen. Zudem werden dort weitere wichtige Aspekte genannt, wie etwa, ob bei einer Druckversion noch etwas im Impressum hinzugefügt werden muss, ein Beiblatt erforderlich ist etc. Hinzu kommen weitere Formalitäten, wie z. B. das Einreichen eines Revisionsscheins.

Mit der Doktormutter/dem Doktorvater sprechen

Nachdem die formalen Aspekte geklärt sind, ist es ratsam, mit seiner Doktormutter oder seinem Doktorvater zu sprechen. Eventuell gibt diese oder dieser eine Reihe heraus und könnte die Dissertation mit aufnehmen oder hat andere wertvolle Tipps zur Publikation. Manchmal ist ein Zuschuss zu den Publikationskosten möglich (etwa aus Institutsmitteln), besonders dann, wenn man am Institut als Wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt ist. Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall, denn gerade eine Publikation in Buchform bei einem renommierten Verlag kann mitunter sehr teuer werden. Nicht nur ein Gespräch mit der Betreuerin oder dem Betreuer ist jedoch sinnvoll, sondern auch bereits promovierte Bekannte und Kollegen können Hinweise geben.

Publikationsmöglichkeiten vergleichen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Dissertation zu publizieren und auch innerhalb dieser Möglichkeiten variieren die Anbieter hinsichtlich der Kosten, der Serviceleistungen etc. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, das Kleingedruckte zu lesen. Bevor man sich für eine Publikationsart entscheidet, sollte man sich Gedanken machen, was und wen man mit der Publikation erreichen will. Geht es um die reine Formalität, möchte man auch weiter im wissenschaftlichen Bereich tätig sein und daher bei einem renommierten Verlag publizieren, der Anerkennung beim Fachpublikum findet, was ist für die spätere berufliche Laufbahn wichtig, möchte man viele Leserinnen und Leser erreichen und sollte das Werk daher erschwinglich und leicht zugänglich sein?

Eine kostenlose Veröffentlichung ist beispielsweise über die Unibibliothek möglich. Manche Universitäten unterstützten die Doktoranden bei der Publikation als Druckerzeugnis mit ISBN und in Online-Form. Je nach Universität kann es hier auch kostenlose Möglichkeiten geben. Es gibt zudem eine riesige Anzahl an Verlagen, bei denen man z. T. auch kostenlos publizieren kann. Die Verlage variieren jedoch hinsichtlich der Anerkennung in der Wissenschaftswelt, Kosten für die Veröffentlichung und der Qualität des Druckerzeugnisses. Auch die Erstellung eines E-Books ist eine Option, die das Buch problemlos weltweit zugänglich macht.

Hat man sich dann für eine Publikationsart entschieden, so ist es wichtig, sich etwa bei unterschiedlichen Anbietern über Preise, Leistungen, Bedingungen, Dauer, Autorenhonorar und andere Vertragsinhalte zu informieren.

Zuschuss zu Publikations- und Druckkosten beantragen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Zuschuss zu Publikations- und Druckkosten zu beantragen bzw. sich um einen solchen zu bewerben. Eine sehr gute Liste von Organisationen, die einen solchen bewilligen, hat die Universität Duisburg-Essen zusammengestellt (hier der Link). Auch hier gilt: Fragen kostet nichts − und kann sich auf jeden Fall lohnen.

VG Wort-Ausschüttung

Wenn man sich nicht bereits als Doktorandin oder Doktorand bei der VG Wort registriert hat, um dort seine Zeitschriftenbeiträge oder in Büchern erschienene Aufsätze zu melden, so sollte man dies spätestens bei Veröffentlichung der Dissertation machen. Die Verwertungsgesellschaft Wort nimmt die Rechte von Autoren wahr und schüttet Beträge, die für das Fotokopieren z. B. von Büchern eingezogen werden, an die bei ihr registrierten Personen aus. Eine Registrierung ist für die Autorin oder den Autor selbstverständlich kostenlos und je nach Umfang der Dissertation kann der Betrag, den man erhält, mehrere hundert Euro betragen.

Autorin:  Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)


 

Buchtipp: 50 Marketing-Tipps für lokale Unternehmen von Andreas Schrade (30.07.2015)

Auch in unserem Lektorat gewinnen E-Books zunehmend an Bedeutung und wir freuen uns sehr, Ihnen heute das Buch eines unserer Kunden vorstellen zu dürfen.

In seinem E-Book 50 Marketing-Tipps für lokale Unternehmen gibt der Autor Andreas Schrade zahlreiche Tipps und Hinweise, wie der Kleinunternehmer vor Ort seine Tätigkeit (noch) erfolgreicher gestalten kann. Seine Ratschläge beziehen sich dabei u. a. auf die wichtigen Bereiche der Kundengewinnung und –bindung. Das Buch ist verständlich und praxisnah formuliert und bietet zahlreiche Beispiele und einfach und schnell umsetzbare Marketing-Ideen für lokale Unternehmen.

Das am 05.06.2015 erschienene E-Book kann über Amazon bezogen werden (hier der Link zum Buch) und ist auf dem E-Book-Reader Kindle lesbar.

 

Wir würden gerne weitere Bücher unserer Kunden und Kundinnen in unserem Blog vorstellen. Falls Sie dies möchten, können Sie uns nach erfolgter Publikation sehr gerne anschreiben (info@perfectrix.de).


 

Aktuell: Stimmen unserer Kundinnen und Kunden (09.06.2015)

 

Bei Perfectrix freuen wir uns immer sehr über das Feedback unserer Kundinnen und Kunden. Hier haben wir Ihnen einige Stimmen (in anonymisierter Form) zusammengestellt:

„Vielen Dank für die aufgebrachte Mühe hinsichtlich dem Lektorat! Ich weiß Ihre Korrekturen, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge wirklich sehr zu schätzen.“

A. S.

 

„Vielen Dank für Ihr schnelles und sehr nützliches Lektorat.“

K. E.

 

„Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung meiner Arbeit. Da dies meine erste Arbeit dieser Art war, kannte ich die Kurzform bei den Fußnoten noch nicht. Die Verbesserungen und Anmerkungen gefallen mir gut, ich bin sehr zufrieden.“

E. H.

 

„Vielen Dank für die schnelle Korrektur, ich bin sehr zufrieden. Es ist erstaunlich, dass man doch so viele Dinge übersieht.“

A. J.

 

„Vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Jetzt sehe ich, dass sie mir geholfen habe, ein wenig „präziser“ zu denken…“

V. S.

 

Sie möchten uns auch Ihr Feedback zu unserer Arbeit geben? Über eine positive Rückmeldung oder konstruktive Kritik zur Verbesserung unserer Leistungen freuen wir uns sehr. Schreiben Sie uns an info@perfectrix.de!


 

Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses (16.05.2015)

Ein Inhaltsverzeichnis ist ein essentieller Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit und jedes Buches. Es hilft dem Leser, sich in dieser bzw. diesem zu orientieren.

Aus unserer Erfahrung bei Perfectrix wissen wir, dass viele Verfasser/Autoren ihr Inhaltsverzeichnis (noch) nicht automatisch erstellen.

Nachteile einer nicht-automatischen Erstellung

In mühevoller Kleinstarbeit werden Überschriften abgetippt und Seitenzahlen hinzugefügt. Das Ergebnis: Ein Inhaltsverzeichnis mit Kapitelüberschriften und Seitenzahlen, das dem Leser ermöglicht, sich in dem Text zurechtzufinden.

Probleme treten jedoch auf, wenn sich Kapitelüberschriften oder deren Nummerierung bzw. Seitenzahlen ändern, der Arbeit Kapitel hinzugefügt oder Seiten und Abschnitte aus dem Buch herausgestrichen werden. Der Verfasser muss nun das komplette Verzeichnis überarbeiten und sowohl Kapitelbezeichnungen als auch deren Nummerierungen und die Seitenzahlen überprüfen und angleichen.

Das Resultat der nicht-automatischen Erstellung sind somit oftmals folgende Schwierigkeiten und Probleme:

  • Notwendigkeit der ständigen Aktualisierung, wenn sich die Seitenzahlen ändern, weitere Kapitelüberschriften hinzukommen, Überschriften gelöscht werden oder wenn Kapitelbezeichnungen abgeändert werden
  • Unübersichtlichkeit
  • ein hoher Zeitaufwand
  • eine hohe Anfälligkeit für Fehler

Vorteile der Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses

Ein automatisches Inhaltsverzeichnis, wie dies bei Microsoft Office erstellt werden kann, bietet hingegen zahlreiche Vorteile:

  • Es ist einfach und schnell erstellbar.
  • Es ist übersichtlich und Formatierung, Abstand etc. werden automatisch eingehalten.
  • Änderungen von Seiten oder Überschriften können schnell und unkompliziert aktualisiert werden.
  • Bei Hinzufügung und Löschung weiterer Seiten oder Kapitel muss nicht das komplette Dokument überarbeitet werden. Mit einem Klick aktualisiert die Software automatisch das gesamte Verzeichnis.

Die Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses ist kinderleicht und auch nicht-technikaffinen Personen problemlos möglich.

Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie beispielsweise hier.

Nehmen Sie sich die Zeit und arbeiten Sie sich kurz in das Verfahren ein! Die Zeit, die Sie jetzt investieren, sparen Sie später auf jeden Fall ein. Zudem erhalten Sie so ein Dokument mit einem einfach aktualisierbaren und professionell wirkenden Inhaltsverzeichnis.

Sie haben Schwierigkeiten bei der Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses? Perfectrix bietet Ihnen – in Verbindung mit einem Lektorat – eine kostenlose Überarbeitung oder Erstellung Ihres Inhaltsverzeichnisses an!

Autorin: Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)


 

190. Geburtstag der Brailleschrift (04.01.2015)

Am 04. Januar ist Welt-Braille-Tag. Hier wird der Brailleschrift, die 1825 von dem Franzosen Louis Braille entwickelt wurde, gedacht. Es handelt sich um eine Schrift für Sehbehinderte und Blinde, die aus ertastbaren Punkten besteht. Jede Punktekombination steht dabei für einen Buchstaben, ein Satzzeichen oder eine Zahl.

Im Jahr 2015 feiert die Brailleschrift ihren 190. Geburtstag. Anlässlich dieses Datums haben wir ein Interview mit Frau Sabine Lohner vom BSBH (Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e. V.) geführt. Sie nutzt die Brailleschrift seit ihrer Kindheit regelmäßig, liest gerne vor und unterrichtet sie für späterblindete Erwachsene und sehende Menschen. Das Interview für Perfectrix führte Isabel Lang.

 

Perfectrix: Die Brailleschrift gibt es nun seit 190 Jahren. Inwiefern hat sich durch ihre Erfindung die Situation von Blinden und Sehbehinderten in Deutschland geändert?

Sabine Lohner: Die Brailleschrift ist eine elementare Kulturtechnik und hat eine sehr hohe Bedeutung für blinde Menschen. Sie ermöglicht Bildung, Zugang zu Information, berufliche Qualifikation, trägt zur Selbstständigkeit und Inklusion bei. Sie hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem Leben. Ich nutze privat, beruflich und für meine ehrenamtliche Tätigkeit eine Braillezeile, die mir am PC Texte in Brailleschrift wiedergibt. Ich lese sehr gerne in Brailleschrift gedruckte Bücher. Obwohl es auch Hörbücher gibt, ziehe ich jedem Hörbuch das Braillebuch vor. Ich lese gerne vor (siehe Tour de Braille 2009). Beschriftungen in Brailleschrift auf Medikamentenpackungen und auf Produkten tragen zur Selbstständigkeit von blinden Menschen bei. Es freut mich sehr, wenn die Bedeutung der Schrift auch von Unternehmen erkannt wird. So gab es zur Adventszeit z. B. drei Adventskalender mit Brailleschrift (von Hussel, Lauensteiner und Kampmann). Über ein solches Engagement freue ich mich sehr. Mir ist es wichtig, die Brailleschrift an Späterblindete zu vermitteln, über ihren Nutzen zu informieren und somit dazu beizutragen, dass blinde und sehbehinderte Menschen ein eigenständigeres Leben führen können. Oft lesen späterblindete ältere Menschen, die die Schrift bei mir gelernt haben, keine Bücher, da es viel Übung benötigt, um ein flüssiges Lesetempo zu erreichen. Es ist ihnen aber möglich, sich wiederselbständig Notizen zu machen, diese selbst zu lesen, Alltagsgegenstände, wie Gewürze oder die CD-Sammlung zu beschriften, Informationen auf Medikamentenpackungen zu lesen usw.

Perfectrix: Ist die Brailleschrift eine weltweit verwendete Schrift?

Sabine Lohner: Für fast jede auf der Welt oft geschriebene Sprache gibt es eine Brailleschrift. Erläuterungen dazu finden Sie hier http://www.dbsv.org/infothek/tour-de-braille/brailleschrift/blindenschrift-heute/braille-international/ .

Perfectrix: Wie verhält es sich bei ganz anderen Formen der Schriftsprache, wie z. B. Chinesisch, das nicht auf Buchstaben basiert, sondern ganze Wörter abbildet. Kann die Brailleschrift hier eingesetzt werden oder hat sich hier eine ganz andere Form der Schrift entwickelt?

Sabine Lohner: Alle Sprachen müssen mit den 64 möglichen Zeichen der Brailleschrift auskommen. Allerdings stellt die Brailleschrift beispielsweise im Chinesischen die Laute und nicht die Bedeutung der Schriftzeichen dar.

Perfectrix: Im Internet finden sich zahlreiche Informationen zu Büchern in Brailleschrift. Es gibt Möglichkeiten, die gedruckte lateinische Schrift oder elektronische Kommunikation und Daten in Brailleschrift zu „übersetzen“. Wie viele Bücher sind in Brailleschrift erhältlich?

Sabine Lohner: Leider ist aus Kostengründen nur ein Bruchteil von Büchern in Brailleschrift erhältlich. Im Jahr werden mittlerweile ca. 600 Titel in Braille übertragen.

Perfectrix: Dauert es länger ein Buch in Brailleschrift zu lesen als in gedruckter lateinischer Schrift?

Sabine Lohner: Nein. Entscheidend ist das Lesetempo unabhängig davon, ob Braille oder Schwarzschrift verwendet wird. Von Vorteil für die Geschwindigkeit ist es, ein Buch in Braillekurzschrift zu lesen. Die Schrift, das Schriftsystem selbst zu lernen ist nicht schwierig. Viel Übung erfordert das  Ertasten der Punkte.

Perfectrix: Herzlichen Dank für das Interview!


 

Buchtipp: Die perfekte Bewerbungsmappe für Führungskräfte  von Hesse/Schrader (22.12.2014)

Das im Jahr 2014 im Stark-Verlag erschienene Buch stellt Bewerbungen von 24 erfolgreichen BewerberInnen um Stellen für Führungskräfte dar und erläutert die Vorzüge oder auch Schwächen ihrer Bewerbungsunterlagen. Zugleich werden in 12 Lektionen wichtige Ratschläge zur Bewerbung gegeben. Zum Buch gehört eine CD-ROM mit Mustervorlagen (u. a. finden sich darauf auch die Beispiele aus dem Buch).

Stärken des Buches:

  • Das Buch bietet eine Fülle von Informationen zum Thema Bewerbung und ist damit ein weiteres gelungenes Bewerbungsbuch aus dem Hause Hesse/Schrader.
  • Es konzentriert sich auf Bewerbungen von Führungskräften und ermöglicht diesen eine gezielte Erstellung von qualitativ hochwertigen Bewerbungen.
  • Die Beispiele im Buch sind nicht einfach Vorlagen, sondern Beispiele erfolgreicher Kandidaten, was die Leser motiviert und zur Glaubwürdigkeit der Vorlagen beiträgt.
  • Es finden sich Beispiele von Bewerbungen aus verschiedenen Branchen.
  • Die Bewerbungsunterlagen sind sehr gut auf die Branchen und sich bewerbende Personen abgestimmt.
  • Die CD-ROM ist ein großes Plus des Buches, da sich ein Bewerber oder eine Bewerberin so ideal selbst die Wunschbewerbung zusammenstellen kann.
  • Die Bewerbungen auf der CD-ROM können unkompliziert per E-Mail verschickt werden (was heute ohnehin der bevorzugte Weg ist).
  • Auch auf Elemente, wie ein Anruf vor Erstellung der Bewerbung oder ein passendes xing-Profil wird eingegangen und damit deutlich gemacht, dass nicht nur die Bewerbungsunterlagen an sich perfekt gestaltet werden müssen, sondern auch die Art und Weise, wie der/die BewerberIn im Internet auftritt oder ob er/sie vorher einen persönlichen Kontakt zum Unternehmen hergestellt hat, in die Entscheidung des Unternehmens einfließen, ihn/sie zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen.

Schwächen des Buches:

  • Die perfekte Bewerbungsmappe für Führungskräfte liefert zwar eine Vielzahl an Informationen, wirkt jedoch teils unstrukturiert und der Inhalt wird nicht immer übersichtlich präsentiert.
  • Es fehlt an Farbe, die zur Übersichtlichkeit hätte beitragen können. So ist das Buch lediglich in Schwarz-Weiß und Graustufen gedruckt.

Fazit:

Führungskräften, die nach sehr guten Vorlagen für ihre Bewerbung suchen, kann ich das Buch nur empfehlen.

Komplette Literaturangabe:

Hesse, Jürgen und Schrader, Hans Christian: Die perfekte Bewerbungsmappe für Führungskräfte. Die 50 besten Beispiele erfolgreicher Kandidaten, Stark Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hallbergmoos 2014.

ISBN 978-3-86668-786-8

Autorin: Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)


 

Verborgene Potenziale entdecken – Jungen und Männer in der Gesellschaft und Arbeitswelt von heute (19.11.2014)

Am diesjährigen Internationalen Männertag wollen wir uns mit dem Boys’Day beschäftigen. Seit 2011 finden am vierten Donnerstag im April Veranstaltungen für Jungen statt. Wir haben bei Miguel Diaz, dem Projektleiter des Boys’Day, nachgefragt, was es mit diesem Projekt auf sich hat.

 

Isabel Lang: Während der Girls’Day, der Mädchen für Berufe mit hohem Männeranteil begeistern soll, in Deutschland bereits sehr bekannt ist, ist dies beim Boys’Day bisher nicht der Fall. Ist der Boys’Day der Girls’Day in grün bzw. blau?

Miguel Diaz: Nein, da ist ein Unterschied. Der Boys’Day unterscheidet sich inhaltlich vom Girls’Day, wo es um die Studien- und Berufswahl von Mädchen geht. Das ist beim Boys’Day nur ein Teil vom Ganzen. Beim Boys’Day geht es zwar auch um die Berufswahl, aber das ist nur ein Aspekt. Es geht um Männlichkeitsvorstellungen und die Vermittlung von sozialen Kompetenzen, d.h. wir haben drei Themenfelder und der Girls’Day eines.

Isabel Lang: Seit wann gibt es den Boys’Day?

Miguel Diaz: In einigen Regionen wird seit 2003 ein Boys’Day durchgeführt. Bundesweit gibt es ihn jedoch erst seit 2011. Der Boys’Day ist ein Projekt von Neue Wege für Jungen, das 2005 ins Leben gerufen wurde und Jungen bei der Berufs- und Lebensplanung unterstützt. Der Boys’Day ist dabei auf den einen Tag, den vierten Donnerstag im April, fokussiert.

Isabel Lang: Warum gibt es eigentlich getrennte Tage für Jungs und Mädchen?

Miguel Diaz: Die Berufswahl von Jungen und Mädchen ist sehr stark geschlechtsspezifisch ausgeprägt und man weiß gleichzeitig, dass sich bei gemeinsamen Veranstaltungen ganz schnell ein Phänomen einstellt, das man in der Forschung „doing gender“ nennt.

Isabel Lang: Was bedeutet „doing gender“?

Miguel Diaz: Das bedeutet, dass „Geschlecht“ viel weniger das ist, was wir haben, sondern viel mehr das ist, was wir tun. Das heißt, dass wir auch in unserem Alltag immer bemüht sind, Geschlecht darzustellen. Wenn wir durch die Straße gehen, gibt es bestimmte Hinweise, dass die Personen, die uns entgegen kommen, Frauen oder Männer sind. Man weiß, dass sich das in dem Moment, wenn beide Geschlechter zusammen sind, noch einmal verstärkt. Wenn Jungen und Mädchen gemeinsam in die Altenpflege gehen würden oder in die KiTa, dann ist das ein Terrain, was bei uns noch weiblich konnotiert wird. Da fühlen sich die Mädchen viel stärker gefragt, während die Jungen sich eher zurücknehmen. Umgekehrt ist es der Fall, wenn man z. B. zur Feuerwehr geht. Und deswegen ist es besser, wenn man diese Trennung hat.

Isabel Lang: Welche Projekte führen Sie im Rahmen des Boys’Day durch?

Miguel Diaz: Wir führend selbst keine Projekte dazu durch, sondern stellen Materialien zur Verfügung. So z. B. einen Haushaltsparkour, einen Methodenreader, ein Medienset, Handreichungen für Lehrkräfte und vieles, vieles mehr. Wir unterstützen Akteure, die Projekte durchführen wollen, mit Materialien und versuchen, das Thema in den Medien präsent zu machen.

Isabel Lang: Wer sind Ihre Kooperationspartner vor Ort?

Miguel Diaz: Die Akteure sind Verwaltungen, Hochschulen, Pflegeeinrichtungen, KiTas usw., wo dann an dem Tag etwas für Jungen durchgeführt wird.

Isabel Lang: Wie ist die Resonanz auf den Boys’Day?

Miguel Diaz: Die Resonanz ist schon sehr gut, wenn man bedenkt, dass wir erst 2011 gestartet sind. In den letzten Jahren nehmen immer ca. 33 500 Jungs am Boys’Day teil.

Isabel Lang: Bekommen Sie viele positive Rückmeldungen?

Miguel Diaz: Wir evaluieren den Tag und befragen die Jungs und die Unternehmen oder Einrichtungen und bekommen sehr positive Rückmeldungen. Uns geht es darum, die Jungen darauf aufmerksam zu machen, dass sie vielleicht noch andere Potenziale in sich haben, die sie noch nicht entdeckt haben.  Nach der Teilnahme geben z. B. 27 % der Jungen einen Beruf mit einem geringen Männeranteil als Berufswunsch an (ganz weit vorne der Erzieher). Obwohl es nur ein Tag ist, bringt er etwas in Bewegung. Nach dem Tag gibt es eine große Offenheit. Jungs und Unternehmen sind hochzufrieden.

Isabel Lang: Was würden Sie sich für die Zukunft des Projektes wünschen?

Miguel Diaz: Für die ganz weite Zukunft würde ich mir wünschen, dass wir das irgendwann alles gar nicht mehr brauchen, weil der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht mehr nach Geschlechtern getrennt ist. Auf dem Weg dahin denke ich, dass es notwendig ist, dass mehr Unternehmen und Schulen mitziehen. Ein solcher Tag sollte verpflichtend sein, wobei es wichtig ist, dass der Beruf von den Jungs selbst ausgewählt werden kann und nicht vorgegeben wird. Es wäre auch schön, wenn die Jungen öfter als einmal teilnehmen könnten, was oft von Seiten der Schulen derzeit noch nicht ermöglicht wird, obwohl die meisten Jungen ein großes Interesse daran hätten. Es sollte auch eine gendersensible Berufswahl initialisiert werden. Ein positives Beispiel ist etwa das Projekt KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) in Nordrhein-Westfalen.

Isabel Lang: Was würden Sie Eltern von Jungs mit auf den Weg geben?

Miguel Diaz: Es ist ganz wichtig, Jungen nicht geschlechterstereotyp zu erziehen. In Familien und der Gesamtgesellschaft wird an Mütter herangetragen, aus Jungen „richtige“ Jungen zu machen. Wir brauchen andere Wege, die Jungs nicht mit dem Jungensein belasten. Zum Weiterlesen kann ich unsere Expertise „Boys’Day – Jungen-Zukunftstag“ empfehlen, in der die aktuelle Forschungslage zu unseren Themen anschaulich gebündelt ist. Sie kann kostenlos über uns bezogen werden.

 

Mehr Infos zum Boys’Day:

http://www.boys-day.de/

Der Boys’Day bei Facebook:

https://www.facebook.com/BoysDayJungenZukunftstag?fref=nf


 

Tipps für die Erstellung einer Bachelorarbeit (03.11.2014)

Die Bachelorarbeit ist die erste wissenschaftliche Abschlussarbeit, die Studierende schreiben. Ihre Note ist entscheidend für eine Bewerbung um eine Arbeitsstelle, die Aufnahme in einen Masterstudiengang oder auch für eine Bewerbung um ein Stipendium für ein Masterstudium.

Im Folgenden habe ich Ihnen ein paar Tipps für das erfolgreiche Schreiben einer Bachelorarbeit zusammengestellt.

  1. Gut vorbereitet ist schon halb geschrieben
  • Informieren Sie sich zunächst über formale und inhaltliche Vorgaben für Ihre Arbeit. Welche Fristen (zur Anmeldung der Arbeit, Einreichung des Themas und vielleicht eines Exposés, für die Abgabe der fertigen Arbeit) gibt es?
  • Ihre Bachelorarbeit ist nicht Ihre erste wissenschaftliche Arbeit. Überlegen Sie, was Sie beim Schreiben Ihrer bisherigen Hausarbeiten festgestellt haben. Welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie gemacht? Inwiefern kann dies die Planung und Erstellung Ihrer Arbeit beeinflussen?
  • Erstellen Sie einen Zeitplan, in dem Sie ausreichend Zeit für die Themenfindung, Literaturrecherche und Erstellung der Arbeit vorsehen. Planen Sie auch Zeitpuffer ein, wenn das Schreiben mal nicht so klappt, wie eigentlich vorgesehen, Sie mehr Zeit in den Nebenjob investieren müssen etc.
  • Lesen Sie Bachelorarbeiten von anderen, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Lassen Sie sich von ihnen Tipps geben.
  1. Ein Thema finden

Bei der Themenfindung sollten Sie sich mit dem zukünftigen Betreuer, der zukünftigen Betreuerin abstimmen. Falls es keine Themenvorgaben gibt, ist es aber gut, wenn Sie bereits für das erste Gespräch einen Themenvorschlag machen können, denn Ihr Professor/Ihre Professorin wird sicher auch nach Ihren Interessen fragen.

  • Das Thema muss Ihnen liegen und für Sie interessant sein. Sie werden eine Menge Zeit mit der Erstellung Ihrer Bachelorarbeit verbringen und das Schreiben soll Ihnen auch Spaß machen.
  • Das Thema muss in der Zeit, die Ihnen vom Prüfungsamt vorgegeben ist, bearbeitbar sein. Versuchen Sie einzugrenzen.
  • Bereits vor dem Gespräch mit dem Professor/der Professorin können Sie nach Literatur recherchieren, um festzustellen, ob und inwiefern Texte zugänglich sind.
  • Für manche Fächer, wie z. B. Ingenieurwissenschaften, gibt es die Möglichkeit, bereits die Bachlorarbeit in einem Unternehmen zu schreiben. Dies ist eine sehr gute Chance auch einen Praxisbezug herzustellen und bereits Kontakte zu einem Unternehmen zu knüpfen, in dem man später vielleicht arbeiten möchte. (Stellen dieser Art finden Sie u. a. auf der Seite www.academics.de.)
  1. Einen Betreuer/eine Betreuerin finden

Der richtige Betreuer/die richtige Betreuerin für Ihre Arbeit ist entscheidend. Er oder Sie unterstützt bei der Themenfindung (und kann einschätzen, ob ein Thema, welches Sie vielleicht schon ausgewählt haben, geeignet ist) und gibt Tipps zur Literaturrecherche. Er/sie wird auch Ihre Arbeit korrigieren.

  • Kennen Sie bereits einen Professor/eine Professorin aus einer Lehrveranstaltung?
  • Ist er mit dem Thema vertraut, über das Sie schreiben wollen?
  • Erkundigen Sie sich bei anderen Studierenden, die eine Arbeit bei ihm geschrieben haben, darüber, ob sie mit seiner Betreuung zufrieden waren.
  1. Literaturrecherche

Achten Sie darauf, dass Sie die „Klassiker“ in Ihrem Feld gelesen haben und die neuere und neueste Forschung zur Kenntnis nehmen. Je mehr Sie in das Thema einsteigen, desto mehr Literatur finden Sie auch. Meist ist nicht die geringe Menge an Literatur zu einem Thema das Problem, sondern die Übersicht über eine Fülle von Material zu gewinnen.

  • Lassen Sie sich Literaturtipps von Ihrem Betreuer/Ihrer Betreuerin geben.
  • Schauen Sie in Fachlexika nach und folgen Sie den Literaturverweisen in den Beiträgen.
  • Recherchieren Sie im Internet.
  • Geben Sie Begriffe Ihres Arbeitsthemas in den Bibliothekskatalog ein und suchen Sie auch in Zeitschriftendatenbanken. Die MitarbeiterInnen der Unibibliotheken sind meist sehr freundlich und werden Sie auch gerne bei der Literatursuche unterstützen, wenn Sie Schwierigkeiten haben.
  • Beginnen Sie mit einem Buch oder Zeitschriftenartikel, dann finden sich in Fußnoten oder Literaturverzeichnis gleich eine Fülle von weiteren Literaturangaben.
  1. Aller Anfang ist schwer

Sie haben erfolgreich nach Literatur gesucht und einen guten Überblick über Ihr Thema gewonnen, aber Sie wissen nicht, wie Sie Ihre Arbeit beginnen sollen?

  • Strukturieren Sie! Teilen Sie Ihre Arbeit in Kapitel ein, die Ihnen wichtig erscheinen. Im Verlauf werden neue Kapitel hinzukommen, andere werden Sie streichen, weil Sie doch nicht sinnvoll erscheinen.
  • Schreiben Sie eine Einleitung. Hier müssen Sie erklären, was Sie in Ihrer Arbeit eigentlich zeigen wollen. Dies hilft Ihnen, Ihre Gedanken klarer zu ordnen. Sie können die Einleitung noch mehrmals überarbeiten.
  • Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Sie Ihre Arbeit von Anfang bis Ende durchschreiben müssen. Viele Ideen werden Ihnen erst beim Schreiben kommen. Im Schreibprozess haben Sie immer die Möglichkeit, die einzelnen Kapitel mehrmals zu überarbeiten.
  • Geben Sie beim Schreiben immer gleich die Quellen in den Fußnoten an. Dies spart Ihnen sehr viel Zeit.
  1. Alles aus einem Guss?

Geschafft! Sie haben Ihre Arbeit fertiggestellt? Herzlichen Glückwunsch! Versuchen Sie, Ihre Arbeit einige Tage oder sogar ein bis zwei Wochen vor dem Abgabetermin fertigzustellen.

  • Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Bachelorarbeit ganz in Ruhe nochmal durchzulesen. Ist alles aus einem Guss oder gibt es Brüche und Flüchtigkeitsfehler? Erfahrungsgemäß lassen sich viele Fehler von Studierenden vermeiden, wenn Sie Ihre Arbeit nach der Fertigstellung nochmal durchlesen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit eines professionellen Lektorats oder wenigstens Korrektorats. Gerade als VerfasserIn übersieht man leicht viele Fehler. Zudem wird man nach einer Weile „betriebsblind“, da man als AutorIn Experte in seinem Gebiet wird und viele Dinge für selbstverständlich und selbsterklärend hält. Ein objektiver Blick kann hier helfen, Ihre Arbeit zu optimieren.

Autorin: Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)

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Lektorat und Korrektorat Ihrer Bachelorarbeit


 

Optimal auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet (03.11.2014)

Sie sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Herzlichen Glückwunsch! Ihre Bewerbung ist auf das Interesse der Personalabteilung gestoßen und  Sie haben nun die Chance, durch Ihr persönliches Auftreten zu überzeugen.

Im Folgenden finden Sie ein paar Tipps, wie Sie bei Ihren zukünftigen Chefs punkten können.

Vor dem Gespräch

  • Wenn Sie telefonisch eingeladen werden, dann können Sie den Termin gleich absprechen. Erhalten Sie eine Einladung per E-Mail, dann bestätigen Sie den Termin frühzeitig. Falls Sie nicht teilnehmen können, dann bitten Sie, unter Angabe eines wichtigen Grundes, um einen Ersatztermin.

Bereiten Sie sich vor!

  • Informieren Sie sich im Internet ausführlich über das Unternehmen, für das Sie in Zukunft arbeiten wollen.
  • Bereiten Sie sich auf die Fragen Ihrer Gesprächspartner vor. Oftmals werden ähnliche Fragen gestellt. Empfehlenswert sind hierfür z. B. folgende Bücher: Eßmann, Elke. 111 Arbeitgeberfragen im Vorstellungsgespräch. München: Wilhelm Goldmann Verlag, 82005. und Hesse, Jürgen und Schrader, Hans Christian. Die 100 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch. Für eine optimale Vorbereitung in kürzester Zeit. Freising: Stark Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 2014.
  • Seien Sie jedoch auch darauf vorbereitet, dass Ihr Gegenüber Ihnen unerwartete Fragen stellt und lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern.
  • Überlegen Sie sich, welche Fragen Sie selbst an Ihre zukünftigen Vorgesetzten bzw. Ihre zukünftigen Kollegen haben. Dadurch zeigen Sie, dass Sie Interesse an dem Unternehmen und sich bereits Gedanken gemacht haben.
  • Wählen Sie Ihre Kleidung gut aus. Ein Blick auf die Bilder auf der Unternehmenswebsite hilft Ihnen, einzuschätzen, welcher Kleidungsstil dort vorherrscht. Gleichzeitig sollte der offizielle Rahmen eines Vorstellungsgespräches berücksichtigt werden.
  • Überlegen Sie sich gut, wie Sie zu dem Ort des Vorstellungsgespräches kommen und wie lange die Fahrt dorthin dauert. Planen Sie bei einer längeren Anfahrt immer genug Zeit als Puffer ein, um auf jeden Fall pünktlich zu sein.

Im Gespräch

  • Gehen Sie mit einer positiven Einstellung in das Gespräch.
  • Wirken Sie nicht so, als ob Sie diese Arbeitsstelle verzweifelt bekommen wollen, sondern zeigen Sie vielmehr Begeisterung für die Tätigkeit.
  • Lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden.
  • Lassen Sie sich auch bei schwierigen Themen nicht aus der Ruhe bringen.
  • Seien Sie auf spontane Fragen vorbereitet, mit denen Ihr Gegenüber testen möchte, wie Sie mit Stress umgehen.
  • Beschweren Sie nicht über Ihre ehemalige Arbeitsstelle. Argumentieren Sie sachlich.
  • Bleiben Sie immer höflich und lassen Sie sich nicht verunsichern.

Nach dem Gespräch

Da normalerweise mehrere KandidatInnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, kann es einige Tage dauern, bis Sie informiert werden, ob Sie die Stelle bekommen oder nicht.

  • Fragen Sie nicht sofort bei dem Unternehmen nach, sondern lassen Sie der Personalabteilung Zeit für Beratung und Auswahl.
  • Falls Sie eine Absage bekommen: Sehen Sie dies als Chance, da Sie auf diese Weise ein Vorstellungsgespräch „üben“ konnten und nun umso besser in das nächste Gespräch starten können.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Autorin: Dipl.-Theol. Isabel Lang, M.A. (isabel.lang@perfectrix.de)


 

Der Reformationstag und die deutsche Sprache (31.10.2014)

Ein bedeutendes historisches Ereignis

Am 31.10.2014 wird in Deutschland der Reformationstag gefeiert und damit einem wichtigen historischen Ereignis gedacht. Es wird überliefert, dass der Reformator Martin Luther (1483-1546) am 31.10.1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug. Eigentlich wollte er damit zu einer akademischen Disputation aufrufen, zugleich läutete er jedoch den Beginn der Reformation ein – und diese hatte nicht nur fundamentale Auswirkungen auf die religiöse Landschaft in Deutschland, Europa und sogar weltweit, sondern auch auf die deutsche Sprache.

Martin Luther und die deutsche Sprache

Martin Luther war Theologieprofessor, ehemaliger Augustiner-Mönch, Autor zahlreicher theologischer Werke, Urheber der Reformation – und Bibelübersetzer. Obwohl bereits vor Luther und dem Zürcher Reformator Huldrych Zwingli (1484-1531) Übersetzungen von Bibeltexten angefertigt wurden, war es doch die Übersetzung Martin Luthers, die die Bibel in deutscher Sprache in Deutschland verbreitete und populär machte. Der Reformator ging in seiner Übersetzung zurück zum griechischen und hebräischen Urtext der Bibel und auch heute noch nimmt das Erlernen des Hebräischen des Alten Testaments und des Griechischen des Neuen Testaments einen wichtigen Platz im Rahmen des Theologiestudiums ein. Seine Überzeugung, dass jeder Christ die Schrift lesen sollte und die Auffassung vom Priestertum aller Gläubigen (ohne einen Mittler zwischen ihnen und Gott), bildeten eine theologische Grundlage für den Zugang aller Menschen zur Bibel.

Für die Verbreitung der Bibel spielte auch die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg (um 1400-1468) eine entscheidende Rolle. Erst durch Gutenbergs Erfindung des Drucks mit beweglichen Metalllettern und der Druckerpresse war es möglich, die Bibel und andere Bücher und Schriften überhaupt in Massen zu drucken und zu verbreiten.

Das Land Deutschland, wie wir es heute kennen, existierte zur Zeit Luthers und Gutenbergs nicht. An seiner Stelle fanden sich zahlreiche Kleinstaaten, was nochmals zu einer großen Sprachvielfalt beitrug. Martin Luthers Bibelübersetzung hat die deutsche Sprache und zahlreiche Sprichwörter und Wendungen derselben entscheidend geprägt und vereinheitlicht.

Autorin: Dipl.-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)