Studium & Wissenschaft

Deutsche Sprache & Kultur

Jobsuche & Bewerbung

Beruf & Karriere

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Print this page

 

Die Dissertation veröffentlichen (30.11.2015)

Nach der Disputation ist vor der Publikation

In Deutschland sehen Prüfungsordnungen die Veröffentlichung einer Dissertation vor, bevor der Doktorandin oder dem Doktoranden das Promotionszeugnis ausgehändigt wird bzw. je nach Prüfungsordnung erhält man dieses, sobald man den Vertrag mit dem Verlag und das voraussichtliche Erscheinungsdatum der Dissertation vorlegt. Ist die Disputation endlich geschafft und man kann erleichtert aufatmen, so steht man spätestens nun vor der Entscheidung, in welcher Form und wo man veröffentlichen will. Google listet eine Unzahl von Links zum Thema „Dissertation veröffentlichen“ auf und die Beschäftigung mit Publikationsart und –anbietern erweist sich oftmals als ein undurchdringlicher Dschungel.

Prüfungsordnung beachten

Zunächst lohnt sich ein Blick in die Prüfungsordnung, die angibt, welche Art von Veröffentlichungen vom Prüfungsamt anerkannt werden und beispielsweise auch, wie viele Exemplare der gedruckten Dissertation den Betreuern, der Institutsbibliothek, der Unibibliothek und dem Prüfungsamt vorgelegt werden müssen. Zudem werden dort weitere wichtige Aspekte genannt, wie etwa, ob bei einer Druckversion noch etwas im Impressum hinzugefügt werden muss, ein Beiblatt erforderlich ist etc. Hinzu kommen weitere Formalitäten, wie z. B. das Einreichen eines Revisionsscheins.

Mit der Doktormutter/dem Doktorvater sprechen

Nachdem die formalen Aspekte geklärt sind, ist es ratsam, mit seiner Doktormutter oder seinem Doktorvater zu sprechen. Eventuell gibt diese oder dieser eine Reihe heraus und könnte die Dissertation mit aufnehmen oder hat andere wertvolle Tipps zur Publikation. Manchmal ist ein Zuschuss zu den Publikationskosten möglich (etwa aus Institutsmitteln), besonders dann, wenn man am Institut als Wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt ist. Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall, denn gerade eine Publikation in Buchform bei einem renommierten Verlag kann mitunter sehr teuer werden. Nicht nur ein Gespräch mit der Betreuerin oder dem Betreuer ist jedoch sinnvoll, sondern auch bereits promovierte Bekannte und Kollegen können Hinweise geben.

Publikationsmöglichkeiten vergleichen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Dissertation zu publizieren und auch innerhalb dieser Möglichkeiten variieren die Anbieter hinsichtlich der Kosten, der Serviceleistungen etc. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, das Kleingedruckte zu lesen. Bevor man sich für eine Publikationsart entscheidet, sollte man sich Gedanken machen, was und wen man mit der Publikation erreichen will. Geht es um die reine Formalität, möchte man auch weiter im wissenschaftlichen Bereich tätig sein und daher bei einem renommierten Verlag publizieren, der Anerkennung beim Fachpublikum findet, was ist für die spätere berufliche Laufbahn wichtig, möchte man viele Leserinnen und Leser erreichen und sollte das Werk daher erschwinglich und leicht zugänglich sein?

Eine kostenlose Veröffentlichung ist beispielsweise über die Unibibliothek möglich. Manche Universitäten unterstützten die Doktoranden bei der Publikation als Druckerzeugnis mit ISBN und in Online-Form. Je nach Universität kann es hier auch kostenlose Möglichkeiten geben. Es gibt zudem eine riesige Anzahl an Verlagen, bei denen man z. T. auch kostenlos publizieren kann. Die Verlage variieren jedoch hinsichtlich der Anerkennung in der Wissenschaftswelt, Kosten für die Veröffentlichung und der Qualität des Druckerzeugnisses. Auch die Erstellung eines E-Books ist eine Option, die das Buch problemlos weltweit zugänglich macht.

Hat man sich dann für eine Publikationsart entschieden, so ist es wichtig, sich etwa bei unterschiedlichen Anbietern über Preise, Leistungen, Bedingungen, Dauer, Autorenhonorar und andere Vertragsinhalte zu informieren.

Zuschuss zu Publikations- und Druckkosten beantragen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Zuschuss zu Publikations- und Druckkosten zu beantragen bzw. sich um einen solchen zu bewerben. Eine sehr gute Liste von Organisationen, die einen solchen bewilligen, hat die Universität Duisburg-Essen zusammengestellt (hier der Link). Auch hier gilt: Fragen kostet nichts − und kann sich auf jeden Fall lohnen.

VG Wort-Ausschüttung

Wenn man sich nicht bereits als Doktorandin oder Doktorand bei der VG Wort registriert hat, um dort seine Zeitschriftenbeiträge oder in Büchern erschienene Aufsätze zu melden, so sollte man dies spätestens bei Veröffentlichung der Dissertation machen. Die Verwertungsgesellschaft Wort nimmt die Rechte von Autoren wahr und schüttet Beträge, die für das Fotokopieren z. B. von Büchern eingezogen werden, an die bei ihr registrierten Personen aus. Eine Registrierung ist für die Autorin oder den Autor selbstverständlich kostenlos und je nach Umfang der Dissertation kann der Betrag, den man erhält, mehrere hundert Euro betragen.

Autorin:  Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Print this page

 

 

Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses (16.05.2015)

Ein Inhaltsverzeichnis ist ein essentieller Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit und jedes Buches. Es hilft dem Leser, sich in dieser bzw. diesem zu orientieren.

Aus unserer Erfahrung bei Perfectrix wissen wir, dass viele Verfasser/Autoren ihr Inhaltsverzeichnis (noch) nicht automatisch erstellen.

Nachteile einer nicht-automatischen Erstellung

In mühevoller Kleinstarbeit werden Überschriften abgetippt und Seitenzahlen hinzugefügt. Das Ergebnis: Ein Inhaltsverzeichnis mit Kapitelüberschriften und Seitenzahlen, das dem Leser ermöglicht, sich in dem Text zurechtzufinden.

Probleme treten jedoch auf, wenn sich Kapitelüberschriften oder deren Nummerierung bzw. Seitenzahlen ändern, der Arbeit Kapitel hinzugefügt oder Seiten und Abschnitte aus dem Buch herausgestrichen werden. Der Verfasser muss nun das komplette Verzeichnis überarbeiten und sowohl Kapitelbezeichnungen als auch deren Nummerierungen und die Seitenzahlen überprüfen und angleichen.

Das Resultat der nicht-automatischen Erstellung sind somit oftmals folgende Schwierigkeiten und Probleme:

  • Notwendigkeit der ständigen Aktualisierung, wenn sich die Seitenzahlen ändern, weitere Kapitelüberschriften hinzukommen, Überschriften gelöscht werden oder wenn Kapitelbezeichnungen abgeändert werden
  • Unübersichtlichkeit
  • ein hoher Zeitaufwand
  • eine hohe Anfälligkeit für Fehler

Vorteile der Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses

Ein automatisches Inhaltsverzeichnis, wie dies bei Microsoft Office erstellt werden kann, bietet hingegen zahlreiche Vorteile:

  • Es ist einfach und schnell erstellbar.
  • Es ist übersichtlich und Formatierung, Abstand etc. werden automatisch eingehalten.
  • Änderungen von Seiten oder Überschriften können schnell und unkompliziert aktualisiert werden.
  • Bei Hinzufügung und Löschung weiterer Seiten oder Kapitel muss nicht das komplette Dokument überarbeitet werden. Mit einem Klick aktualisiert die Software automatisch das gesamte Verzeichnis.

Die Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses ist kinderleicht und auch nicht-technikaffinen Personen problemlos möglich.

Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie beispielsweise hier.

Nehmen Sie sich die Zeit und arbeiten Sie sich kurz in das Verfahren ein! Die Zeit, die Sie jetzt investieren, sparen Sie später auf jeden Fall ein. Zudem erhalten Sie so ein Dokument mit einem einfach aktualisierbaren und professionell wirkenden Inhaltsverzeichnis.

Sie haben Schwierigkeiten bei der Erstellung eines automatischen Inhaltsverzeichnisses? Perfectrix bietet Ihnen – in Verbindung mit einem Lektorat – eine kostenlose Überarbeitung oder Erstellung Ihres Inhaltsverzeichnisses an!

Autorin: Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Print this page

 

Tipps für die Erstellung einer Bachelorarbeit (03.11.2014)

Die Bachelorarbeit ist die erste wissenschaftliche Abschlussarbeit, die Studierende schreiben. Ihre Note ist entscheidend für eine Bewerbung um eine Arbeitsstelle, die Aufnahme in einen Masterstudiengang oder auch für eine Bewerbung um ein Stipendium für ein Masterstudium.

Im Folgenden habe ich Ihnen ein paar Tipps für das erfolgreiche Schreiben einer Bachelorarbeit zusammengestellt.

  1. Gut vorbereitet ist schon halb geschrieben
  • Informieren Sie sich zunächst über formale und inhaltliche Vorgaben für Ihre Arbeit. Welche Fristen (zur Anmeldung der Arbeit, Einreichung des Themas und vielleicht eines Exposés, für die Abgabe der fertigen Arbeit) gibt es?
  • Ihre Bachelorarbeit ist nicht Ihre erste wissenschaftliche Arbeit. Überlegen Sie, was Sie beim Schreiben Ihrer bisherigen Hausarbeiten festgestellt haben. Welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie gemacht? Inwiefern kann dies die Planung und Erstellung Ihrer Arbeit beeinflussen?
  • Erstellen Sie einen Zeitplan, in dem Sie ausreichend Zeit für die Themenfindung, Literaturrecherche und Erstellung der Arbeit vorsehen. Planen Sie auch Zeitpuffer ein, wenn das Schreiben mal nicht so klappt, wie eigentlich vorgesehen, Sie mehr Zeit in den Nebenjob investieren müssen etc.
  • Lesen Sie Bachelorarbeiten von anderen, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben. Lassen Sie sich von ihnen Tipps geben.
  1. Ein Thema finden

Bei der Themenfindung sollten Sie sich mit dem zukünftigen Betreuer, der zukünftigen Betreuerin abstimmen. Falls es keine Themenvorgaben gibt, ist es aber gut, wenn Sie bereits für das erste Gespräch einen Themenvorschlag machen können, denn Ihr Professor/Ihre Professorin wird sicher auch nach Ihren Interessen fragen.

  • Das Thema muss Ihnen liegen und für Sie interessant sein. Sie werden eine Menge Zeit mit der Erstellung Ihrer Bachelorarbeit verbringen und das Schreiben soll Ihnen auch Spaß machen.
  • Das Thema muss in der Zeit, die Ihnen vom Prüfungsamt vorgegeben ist, bearbeitbar sein. Versuchen Sie einzugrenzen.
  • Bereits vor dem Gespräch mit dem Professor/der Professorin können Sie nach Literatur recherchieren, um festzustellen, ob und inwiefern Texte zugänglich sind.
  • Für manche Fächer, wie z. B. Ingenieurwissenschaften, gibt es die Möglichkeit, bereits die Bachlorarbeit in einem Unternehmen zu schreiben. Dies ist eine sehr gute Chance auch einen Praxisbezug herzustellen und bereits Kontakte zu einem Unternehmen zu knüpfen, in dem man später vielleicht arbeiten möchte. (Stellen dieser Art finden Sie u. a. auf der Seite www.academics.de.)
  1. Einen Betreuer/eine Betreuerin finden

Der richtige Betreuer/die richtige Betreuerin für Ihre Arbeit ist entscheidend. Er oder Sie unterstützt bei der Themenfindung (und kann einschätzen, ob ein Thema, welches Sie vielleicht schon ausgewählt haben, geeignet ist) und gibt Tipps zur Literaturrecherche. Er/sie wird auch Ihre Arbeit korrigieren.

  • Kennen Sie bereits einen Professor/eine Professorin aus einer Lehrveranstaltung?
  • Ist er mit dem Thema vertraut, über das Sie schreiben wollen?
  • Erkundigen Sie sich bei anderen Studierenden, die eine Arbeit bei ihm geschrieben haben, darüber, ob sie mit seiner Betreuung zufrieden waren.
  1. Literaturrecherche

Achten Sie darauf, dass Sie die „Klassiker“ in Ihrem Feld gelesen haben und die neuere und neueste Forschung zur Kenntnis nehmen. Je mehr Sie in das Thema einsteigen, desto mehr Literatur finden Sie auch. Meist ist nicht die geringe Menge an Literatur zu einem Thema das Problem, sondern die Übersicht über eine Fülle von Material zu gewinnen.

  • Lassen Sie sich Literaturtipps von Ihrem Betreuer/Ihrer Betreuerin geben.
  • Schauen Sie in Fachlexika nach und folgen Sie den Literaturverweisen in den Beiträgen.
  • Recherchieren Sie im Internet.
  • Geben Sie Begriffe Ihres Arbeitsthemas in den Bibliothekskatalog ein und suchen Sie auch in Zeitschriftendatenbanken. Die MitarbeiterInnen der Unibibliotheken sind meist sehr freundlich und werden Sie auch gerne bei der Literatursuche unterstützen, wenn Sie Schwierigkeiten haben.
  • Beginnen Sie mit einem Buch oder Zeitschriftenartikel, dann finden sich in Fußnoten oder Literaturverzeichnis gleich eine Fülle von weiteren Literaturangaben.
  1. Aller Anfang ist schwer

Sie haben erfolgreich nach Literatur gesucht und einen guten Überblick über Ihr Thema gewonnen, aber Sie wissen nicht, wie Sie Ihre Arbeit beginnen sollen?

  • Strukturieren Sie! Teilen Sie Ihre Arbeit in Kapitel ein, die Ihnen wichtig erscheinen. Im Verlauf werden neue Kapitel hinzukommen, andere werden Sie streichen, weil Sie doch nicht sinnvoll erscheinen.
  • Schreiben Sie eine Einleitung. Hier müssen Sie erklären, was Sie in Ihrer Arbeit eigentlich zeigen wollen. Dies hilft Ihnen, Ihre Gedanken klarer zu ordnen. Sie können die Einleitung noch mehrmals überarbeiten.
  • Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Sie Ihre Arbeit von Anfang bis Ende durchschreiben müssen. Viele Ideen werden Ihnen erst beim Schreiben kommen. Im Schreibprozess haben Sie immer die Möglichkeit, die einzelnen Kapitel mehrmals zu überarbeiten.
  • Geben Sie beim Schreiben immer gleich die Quellen in den Fußnoten an. Dies spart Ihnen sehr viel Zeit.
  1. Alles aus einem Guss?

Geschafft! Sie haben Ihre Arbeit fertiggestellt? Herzlichen Glückwunsch! Versuchen Sie, Ihre Arbeit einige Tage oder sogar ein bis zwei Wochen vor dem Abgabetermin fertigzustellen.

  • Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Bachelorarbeit ganz in Ruhe nochmal durchzulesen. Ist alles aus einem Guss oder gibt es Brüche und Flüchtigkeitsfehler? Erfahrungsgemäß lassen sich viele Fehler von Studierenden vermeiden, wenn Sie Ihre Arbeit nach der Fertigstellung nochmal durchlesen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit eines professionellen Lektorats oder wenigstens Korrektorats. Gerade als VerfasserIn übersieht man leicht viele Fehler. Zudem wird man nach einer Weile „betriebsblind“, da man als AutorIn Experte in seinem Gebiet wird und viele Dinge für selbstverständlich und selbsterklärend hält. Ein objektiver Blick kann hier helfen, Ihre Arbeit zu optimieren.

Autorin: Dipl-Theol. Isabel Lang, M.A. (E-Mail: isabel.lang@perfectrix.de)

Diese Seite könnte Sie ebenfalls interessieren:

Lektorat und Korrektorat Ihrer Bachelorarbeit

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Print this page